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EU-Abgeordneter Kouloglou Opfer von Pegasus-Hack
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EU-Abgeordneter Kouloglou Opfer von Pegasus-Hack

EU-Abgeordneter Kouloglou Opfer von Pegasus-Hack

Stelios Kouloglou, ein ehemaliger Mitglied des Europäischen Parlaments, wurde während seiner Amtszeit als Teil eines Untersuchungsausschusses, der sich mit dem Missbrauch von Überwachungstechnologien befasste, mehrfach mit der umstrittenen Pegasus-Spyware angegriffen. Laut einem aktuellen Bericht des Citizen Lab wurde sein Mobilgerät durch forensische Analysen als Ziel identifiziert. Die Untersuchung ergab, dass die Angreifer möglicherweise Zugang zu sensiblen Informationen hatten, die während seiner Arbeit im Ausschuss gesammelt wurden. Kouloglou war Teil eines Gremiums, das die Verwendung von kommerziellen Überwachungstools innerhalb der Europäischen Union untersuchte, was die Motivation hinter den Angriffen verdeutlicht. Citizen Lab, eine Forschungsgruppe an der Universität Toronto, stellte fest, dass die Hacks über einen längeren Zeitraum stattfanden.

Die forensischen Analysen zeigten, dass die Angriffe in mehreren Wellen durchgeführt wurden, was auf eine gezielte und systematische Vorgehensweise der Angreifer hinweist. Die Pegasus-Spyware, entwickelt von der israelischen Firma NSO Group, ist bekannt dafür, dass sie auf Mobilgeräte zugreift und umfassende Daten abgreift. Die Software kann Anrufe abhören, Nachrichten lesen und sogar die Kamera und das Mikrofon des Geräts aktivieren, ohne dass der Nutzer es bemerkt. Die Enthüllungen über die Angriffe auf Kouloglou werfen Fragen zur Sicherheit von EU-Abgeordneten und deren Schutz vor Überwachung auf. Experten warnen, dass solche Angriffe nicht nur die Privatsphäre der Betroffenen gefährden, sondern auch die Integrität demokratischer Prozesse untergraben können.

EU hat in den letzten Jahren verstärkt Maßnahmen zur Regulierung von Überwachungstechnologien ergriffen. Dennoch bleibt die Frage, wie effektiv diese Maßnahmen sind, wenn hochentwickelte Spyware wie Pegasus weiterhin ungehindert eingesetzt werden kann. Die Reaktionen auf die Enthüllungen waren gemischt. Während einige Politiker eine sofortige Untersuchung forderten, äußerten andere Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung von Überwachung und Datenschutz in der EU. Kouloglou selbst hat die Vorfälle als alarmierend bezeichnet und betont, dass solche Angriffe nicht toleriert werden dürfen.

Die NSO Group hat in der Vergangenheit bestritten, dass ihre Software für illegale Aktivitäten verwendet wird. Dennoch haben zahlreiche Berichte über den Missbrauch von Pegasus in verschiedenen Ländern zu einem wachsenden Druck auf die Firma geführt, ihre Geschäftspraktiken zu überdenken. Die Enthüllungen über die Angriffe auf Kouloglou sind Teil eines größeren Trends, der die Verwendung von Spyware und deren Auswirkungen auf die Privatsphäre und Sicherheit von Individuen und Institutionen betrifft. Laut einer Studie von Amnesty International wurden im Jahr 2025 weltweit über 50 bekannte Fälle von Pegasus-Missbrauch dokumentiert. Die EU plant, im Laufe des Jahres 2026 neue Richtlinien zur Regulierung von Überwachungstechnologien zu erlassen, um den Schutz von Bürgern und Institutionen zu stärken. Ein konkreter Zeitrahmen für die Umsetzung dieser Richtlinien wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Tags: EU Pegasus Spyware Datenschutz NSO Group Stelios Kouloglou Citizen Lab

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