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Studie enthüllt Datenübertragung von vernetzten Fahrzeugen
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Mobilität & Tech

Studie enthüllt Datenübertragung von vernetzten Fahrzeugen

Studie enthüllt Datenübertragung von vernetzten Fahrzeugen

Eine Untersuchung der Northeastern University in Boston hat ergeben, dass viele moderne vernetzte Fahrzeuge umfangreiche Daten an Unternehmen wie Google, Meta und Amazon übermitteln. Die Studie, die in dieser Woche veröffentlicht wird, analysierte 21 Fahrzeuge der Modelljahre 2022 bis 2025 sowie 30 zugehörige Hersteller-Apps. Laut Consumer Reports übermittelten 28 der 30 getesteten Apps Daten an mindestens ein externes Unternehmen aus den Bereichen Werbung oder Analyse. Die Forscher dokumentierten erstmals detailliert, welche Informationen zwischen Fahrzeugen, Hersteller-Apps und Drittunternehmen ausgetauscht werden. Zu den Empfängern der Daten gehören neben den großen Tech-Konzernen auch Microsoft, Pinterest, Snap, Yahoo und Reddit.

Die Untersuchung wirft erneut Fragen zum Datenschutz auf und bestätigt die Bedenken, dass Autos als Datenkraken fungieren. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass einige Apps und Fahrzeuge personenbezogene Informationen weitergegeben haben. Dazu zählen unter anderem Fahrzeug-Identifikationsnummern (VIN), E-Mail-Adressen, Namen von Fahrzeughaltern und präzise Standortdaten. Vier Apps von General Motors für Cadillac, Chevrolet, Buick und GMC sowie die Apps von Honda, Nissan und Lincoln übermittelten laut Studie VINs in Kombination mit weiteren sensiblen Informationen. Die Kombination von Fahrzeug-Identifikationsnummern mit weiteren personenbezogenen Merkmalen ermöglicht es, eine Verbindung zwischen einem Fahrzeug und bestehenden Verbraucherprofilen herzustellen.

Solche Profile werden von Datenhändlern an Banken, Versicherungen, Kreditgeber und Händler verkauft. Diese Profile können Informationen über das Online-Verhalten und die Nutzung von Angeboten enthalten. Die Untersuchung zeigt jedoch nicht, dass jeder Empfänger sämtliche dieser Daten für kommerzielle Zwecke verwendet. Mehrere Hersteller erklärten gegenüber Consumer Reports, dass bestimmte Drittanbieter Daten weder selbstständig verwenden noch verkaufen dürften. Diese Aussagen werfen Fragen zur Transparenz und zur tatsächlichen Nutzung der gesammelten Daten auf.

Die Forscher erfassten den Datenverkehr von 21 Autos und dokumentierten dabei Verbindungen zu Werbe-, Tracking- und Analyseunternehmen. Die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen waren signifikant, was auf unterschiedliche Ansätze der Hersteller im Umgang mit Nutzerdaten hinweist. Tesla, Cadillac und Chevrolet wiesen besonders viele Verbindungen zu externen Datenempfängern auf. Die vollständige Untersuchung wird in dieser Woche veröffentlicht und könnte weitreichende Auswirkungen auf die Diskussion über Datenschutz und Datensicherheit im Automobilsektor haben. Die Ergebnisse könnten auch regulatorische Maßnahmen nach sich ziehen, da die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes in der Automobilindustrie zunehmen. Die Studie der Northeastern University wird voraussichtlich am 1. Oktober 2026 veröffentlicht und könnte neue Standards für den Umgang mit Nutzerdaten in vernetzten Fahrzeugen setzen.

Tags: Datenschutz vernetzte Fahrzeuge Datenübertragung Northeastern University Consumer Reports

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